One lifetime...

One lifetime...
One lifetime isn't long enough for all the things I'd like to do

Freitag, 7. August 2015

Wieder in Deutschland

Hallo Ihr Lieben,

jetzt hat es doch gaaaaanz schön lange gedauert, bis ich mich wieder melde. Eigentlich sind wir ja weltweit vernetzt - ich auch, nur manchmal passt die Kapazität der Vernetzung nicht mit den Erfordernissen (oder meiner Geduld) zusammen. Bevor also Smartphone oder Rechner mit einem Knall durch's Fenster flogen, habe ich auf's bloggen verzichtet. Aber .... ich habe Photos gemacht und fasse jetzt zusammen.

Tatsächlich sind wir verreist. Mit dem ganzen Anhang. Und es ging um Einiges besser, als befürchtet. Man könnte fast sagen, es ging gut. Vielleicht, weil wir den kompletten Plan auf die Einschränkungen ausgerichtet hatten? Die Entscheidung war sehr spontan, kurzfristig gefällt worden.
Überraschend für viele - für uns auch - aber ich bin im Nachhinein superfroh, denn mein Akku war doch wirklich sehr leergelaufen.

Aber nun endlich:
Die Reise ging in meine zweite Heimat: SCHWEDEN. Wissen wir doch, dass ich mich dort überaus wohlfühle und entsprechend abschalten und Kraft tanken kann. Das startet meist bereits auf der Fahrt, genau gesagt, wenn wir auf der Fähre sind. Wir wählten eine Linie mit niedriger Passagierzahl, die ganz hervorragend auf unsere besonderen Erfordernisse eingehen konnte.



 Das Hotel für den Zwischenstopp in Schweden kannten wir ebenfalls bereits und so erreichten wir unser Ziel am 3.Reisetag


So schön, aber der erste Blick machte uns klar, dass wir es hier mit einer hohen Zahl von Mücken zu tun haben würden, die das hohe Gras als Idylle ansehen. Also war auch klar: Wir werden uns körperlich betätigen - Gartenarbeit im schwedischen Stil.
Der Rasenmäher ist dann etwas größer,


es kommt auch hier und da die Motorsense zum Einsatz. (Ich muss gestehen, dass mein rechter Daumen noch immer taub ist - aber die Winkearme gehören der Vergangenheit an :-D )




Und nach einiger Zeit sah es dann so aus


Und was dann gar nicht mehr zu schaffen ist, übernimmt Björn mit der großen Gerätschaft - am letzten Abend, da es vorher zu häufig regnete und er die Böden aufgerissen hätte


Die Tierwelt zeigte sich in diesem Jahr mit wenig Scheu und so konnte ich am ersten und am letzten Morgen eine vermeintliche indische Laufente in Begleitung zweier großerVögel am Waldrand beobachten. Bei näherem, ungläubigen Hinschauen stellte es sich als eine Kranichfamilie mit Nachwuchs heraus. Photos davon gibt es nicht, da das Handy in der Hosentasche, der Hund an der Leine und meine Aufmerksamkeit voll bei den Tieren war. Ihr könnt es Euch soooo vorstellen


Die Hühner der Nachbarin tummelten sich in ihrem Gehege


Eines Morgens - mit Hund im Wald, noch ohne Kaffee intus und somit recht verschlafen - vernahm ich eine Art Geschrei und Getrampel im Wald, das sich mir eindeutig näherte. Angst? Neeeee. Die verblieb (worüber ich jetzt noch erstaunt bin). Neugier und Erwartung prägten meine Stimmung.


 Plötzlich querten zwei Rehe laut und schnell unseren Weg; das Eine vor uns, das Andere bremste ab, lief ein Stück den Berg hinauf und querte hinter uns. Beide verschwanden im angrenzenden Waldstück und waren nicht mehr gesehen oder gehört.  Weimaraner Louis und ich schauten uns lediglich völlig erstaunt an, nicht wissend, wie wir dieses Ereignis einordnen sollten. Ich hatte die Tiere bereits ein paar Tage vorher aus dem Küchenfenster gesehen und wusste, dass sie hier lebten.
Was der Auslöser dieser ungewöhnlichen Situation war, können wir im Nachhinein nur vermuten, denn zwei Tage später entdeckte ich auf dem gleichen Weg, etwas höher den Berg hinauf, für mich ganz besondere Spuren. Ich war mir nicht sicher, berichtete den Nachbarn davon, wir schauten gemeinsam und Nachbar Ingemar photographierte schließlich:




Es handelte sich um die Spuren eines jungen Bären, der sich tatsächlich im Laufe des Tages noch auf Höfen im Dorf zeigte. Meine Morgenspaziergänge waren danach nicht mehr ganz so entspannt und verträumt. ....

Regnete es oder war einfach der Tag fast vorüber, griff ich auch zu den Nadeln und konnte zumindest Socken stricken und eine Jacke "Darß" von Jutta Bücker, die ich allerdings noch zusammennähen muss.

Socken gab es in Form von Dickies aus Opal 8-fach in groß und klein



als "Drachenschwingen" aus handgefärbeter Sockenwolle in pink



und in Form von Frühchensocken


Das Rückenteil der Jacke sieht so aus:


Zwischendurch wurde natürlich auch gebacken: Schwedische Kanelbullar


Kaum aus dem Ofen, war da schon ein süßer Genießer.... ;-D

Uuuund: Oldtimer durften auch in diesem Sommer nicht fehlen. Das Cruising in der Nähe hatten wir "vermäht" (voller lauter Mähen verpennt), aber ich konnte doch noch schöne Teile entdecken:

Roadmaster von 1958

Auf dem Rückweg zum Hof gab es noch "sightseeing light" mit Woll-Lieferanten und schöner Aussicht:




Der Rückweg nach Deutschland verlief ohne Probleme und brachte unter Anderem den grandiosen Ausblick auf den Stora Hammarsund mit sich:



Ja und nun bin ich wieder hier. In Braunschweig. Unschwer zu bemerken: Huperei, streitende Autofahrer, Lärm, Enge. Schon ein Unterschied. Wie gut, dass es da diesen kleinen Woll-Laden im Hopfengarten gibt, der auch weiterhin bemüht sein wird, diese Eindrücke zu kompensieren bzw. Streitigkeiten vor der Tür zu lassen.

Ab Dienstag, 11.08.2015, ist diese kleine Exklave wieder geöffnet: Wollen anschauen, Fühlen, in Farben schwelgen, kreativ sein, Entspannung und Gespräch.
Für die Daheimgebliebenen gibt es ein gaaaaanz besonderes Schnäppchen: Schulana Cotombino zum Super-Sommer-Preis von 5 € / 50g. Es sind diverse Farben vorrätig. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht. Vielleicht möchtet Ihr Euch ja diesen schönen Pullover für die kühleren Tage des Spätsommers oder Frühherbstes stricken?



Ich freue mich auf Euch.

Und jetzt mach ich mich mal ab in den Garten..... auch hier in Deutschland will gemäht und geschnitten werden. Mit meinen neuen dänischen Handschuhen von Ohlendorf geht das supergut.


Haltet Euch tapfer, sucht Euch ein kühles Fleckchen und vielleicht eine Schüssel mit kaltem Wasser für die Füße.

Bis die Tage

Eure Tine

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