One lifetime...

One lifetime...
One lifetime isn't long enough for all the things I'd like to do

Mittwoch, 12. Juni 2013

Schweden...

weitläufig bekannt als das Land der Mücken, Wälder und Seen, niedlich  aussehend mit diesen rotgestrichenen Häusern.
In weiten Teilen erleben wir genau dieses Klischee: Wald haben wir viel,



einen See ganz in der Nähe,



die Mücken halten sich bisher zurück, allerdings machen mir die Knots zu schaffen. Diese winzig kleinen fliegenähnlichen Tierchen, die sich in mir verbeißen und hässliche, juckende Punkte hinterlassen, die sich wunderbar entzünden, wenn frau dann doch aus Versehen daran kratzt.
Auch das Bild der rotgestrichenen Häuser können wir bedienen.



Aber da gibt es ja noch mehr: Nämlich viel Kulturhistorie. Und da kann ich heute wieder etwas zeigen.
Wir besuchten am Montag, gestartet bei Nieselregen, dann aber am Ziel von der Sonne verwöhnt, den Gammelgard Fagelsjö (ja, ich weiß, das a sollte diesen berühmten skandinavischen Kringel aufweisen, den ich allerdings hier auf meiner Tastatur nicht finde) "Bortom aa" in der Gemeinde Fagelsjö, die zu 82050 Loos gehört und im Jämtland liegt, Kommune Ljusdal. Die offizielle Website lautet fagelsjo.nu



Das Haupthaus wurde 1819 erbaut und ca. 20 Jahre später um eine weitere Etage ausgebaut. Dafür wurde das Dach abgenommen, die zweite Etage wurde auf die erste gezimmert und danach das Dach wieder aufgesetzt. Der besondere Eingang wurde anlässlich einer Hochzeit erbaut:


Wir hatten das Glück, einen deutschen Guide zu haben, Hannes, der im Dorf lebt und uns wunderbar unterhaltsam die Geschichte des Hofes und der einzelnen Ausstellungsstücke erläuterte.

Natürlich fanden viele Stücke mein Gefallen, wie z.B. die bemalten Wände in den Festsälen im Haupthaus



oder das ausziehbare Bett der Hausherrin - ursprünglich als Kinderbett erbaut, durch die Auszieh-Mechanik aber bis ins Erwachsenenalter genutzt


Besonderes Augenmerk hatte ich aber auf die bestickten Vorhänge des Alkovens in der Küche und die Schaffell-Decke, die mit einer feinen Woll-Webarbeit verziert ist.


Das Schaffell liegt am Körper, die Webdecke ist auf der Lederseite angebracht. Sehr schön und warm und so habe ich tatsächlich in einer hiesigen Zeitung entdeckt, dass es eine Kunsthandwerkerin gibt, die solche Felldecken auch heute wieder anfertigt. Felldecken
Aber auch diese gestickte Decke - von der Hausherrin selbst für Freunde gefertigt und später von diesen an das Museum zu Ausstellungszwecken retourniert - gewann meine besondere Aufmerksamkeit:


Die Dunkelheit der Photos bitte ich zu entschuldigen. Ich habe auf Bitten des Guides ohne Blitzlicht photographiert, da dies die Ausstellungsstücke auf Dauer schädigt.

Und jetzt mache ich eine Schreibpause und lasse Euch einfach mal gespannt auf die Fortsetzung warten.

Bis später.
Eure Tine, die sich jetzt auf den Weg zum nächsten Kunsthandwerker-Café macht, in der Hoffnung, auch dort schöne Sachen für Euch zu finden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen